Wann ist ein Messer verboten und wann wird das Mitführen zur Straftat? Ihr Strafverteidiger in Bochum erklärt das Waffenrecht, die Folgen für Erlaubnisse und die Verteidigung.
Kurz gesagt
Das Waffengesetz unterscheidet zwischen Erwerb, Besitz, Führen und Transport. Verboten sind bestimmte Gegenstände ganz, etwa Springmesser, Fallmesser und Butterflymesser. Andere Waffen dürfen nur mit Erlaubnis besessen oder geführt werden. Daneben gelten Führverbote, etwa für Einhandmesser und feststehende Messer mit längerer Klinge im öffentlichen Raum, sowie örtliche Waffenverbotszonen. Ausnahmen bestehen für berechtigte Zwecke, etwa Beruf, Brauchtum, Sport oder Camping, und für den Transport in einem verschlossenen Behältnis.
Typische Fälle
Entscheidende Fragen
Häufig tritt der Vorwurf zusammen mit gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung oder Körperverletzung auf.
Welche Vorschrift im Einzelfall gilt, hängt vom Gegenstand und von der Tathandlung ab. Wer ein verbotenes Messer nur im Auto oder in der Tasche hatte, wird anders beurteilt als jemand, der es im Streit eingesetzt hat. Die Gerichte berücksichtigen auch Vorstrafen, den Anlass und den Umgang mit der Waffe.
| Ansatz | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Einordnung | Ob ein Messer tatsächlich verboten ist, hängt von technischen Merkmalen ab, etwa Klingenlänge, Feststellung und Öffnungsmechanismus. |
| Führen und Besitz | Besitz zu Hause und Führen im öffentlichen Raum sind rechtlich verschieden. Ein Transport im verschlossenen Behältnis kann erlaubt sein. |
| Berechtigtes Interesse | Beruf, Brauchtum, Sport oder Camping können das Führen rechtfertigen. Das muss dargelegt werden. |
| Vorsatz und Irrtum | Wer die Verbote nicht kannte, kann sich auf einen Irrtum berufen. Ob er vermeidbar war, ist zu prüfen. |
| Rechtmäßigkeit der Kontrolle | Eine Kontrolle und Durchsuchung müssen rechtmäßig sein, sonst kann ein Beweisverwertungsverbot in Betracht kommen. |
| Zuverlässigkeit | Bei Waffenbesitzern kommt es auf die Wahrung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit an. Verfahren sollten frühzeitig abgestimmt werden. |
| Einstellung | Bei geringer Schuld kann eine Einstellung nach §§ 153, 153a StPO erreicht werden. |
Ein Strafverteidiger in Bochum, etwa ein Fachanwalt für Strafrecht, sollte vor jeder Erklärung eingeschaltet werden. Bei Waffenbesitzern ist neben dem Strafverfahren das Verfahren zur waffenrechtlichen Zuverlässigkeit wichtig. Hintergründe zu verwandten Vorwürfen finden Sie unter gefährliche Körperverletzung.
Verboten sind unter anderem Springmesser, Fallmesser und Butterflymesser. Für Einhandmesser und feststehende Messer gelten Führverbote im öffentlichen Raum.
Das hängt vom Messer, vom Ort und vom Anlass ab. Ein berechtigtes Interesse oder der Transport im verschlossenen Behältnis kann erlaubt sein.
Ein Gebiet, in dem das Mitführen von Waffen und Messern allgemein untersagt ist. Die Vorgaben können je nach Gemeinde unterschiedlich sein.
Je nach Verstoß Geldbuße, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe. Bei schwereren Verstößen drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.
Ja, verbotene Gegenstände werden in der Regel eingezogen. Das gilt auch für erlaubte Waffen, wenn sie bei einer Straftat benutzt wurden.
Bei einem Verstoß kann die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in Frage stehen. Das Verfahren wird oft zusammen mit der Waffenbehörde geführt.
Bei Verdacht und unter bestimmten Voraussetzungen ja. Ob die Kontrolle rechtmäßig war, kann später für die Verteidigung wichtig sein.
Sie müssen einer Vorladung der Polizei als Beschuldigter nicht folgen. Melden Sie sich zuerst bei einem Verteidiger und sagen Sie nichts zur Sache.
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