Welche Strafe droht bei einem Wohnungseinbruch, und wo setzt die Verteidigung an? Ihr Strafverteidiger in Bochum erklärt § 244 StGB, die Beweislage und die Chancen auf Bewährung.
Kurz gesagt
Der Tatbestand des § 244 StGB erfasst den Diebstahl, bei dem der Täter in eine Wohnung einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsgemäßen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in der Wohnung verborgen hält. Eine Wohnung ist jeder Raum, der Menschen zumindest vorübergehend als Unterkunft dient. Die Tat setzt voraus, dass der Täter etwas stehlen wollte.
Typische Fälle
Entscheidende Fragen
Auch der Versuch ist strafbar. Ob eine Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, hängt von der Strafhöhe und der Sozialprognose ab (siehe Strafaussetzung zur Bewährung). Zusätzlich können Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen werden. Den einfachen Diebstahl behandelt die Seite Diebstahl.
| Ansatz | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Identifizierung | Ein Spurentreffer zeigt, dass jemand am Tatort war, aber nicht, wann und warum. Auch zufällige Spurenübertragung ist denkbar. |
| Wohnung oder nicht | Bei Geschäftsräumen, Kellern oder Gartenlauben gelten andere Vorschriften und oft mildere Strafrahmen. |
| Diebstahlsabsicht | Wer in die Wohnung wollte, aber nichts stehlen wollte, begeht möglicherweise nur Hausfriedensbruch. |
| Versuch und Rücktritt | Ein Versuch ist milder zu bestrafen. Ein freiwilliger Rücktritt kann Straffreiheit bringen. |
| Beweisverwertung | Eine Durchsuchung, Blutprobe oder DNA-Entnahme muss rechtmäßig gewesen sein, sonst kann ein Beweisverwertungsverbot greifen. |
| Strafrahmen | Ein minder schwerer Fall, ein Geständnis oder ein Täter-Opfer-Ausgleich können die Strafe deutlich senken. |
| Bewährung | Bei Strafen bis zu zwei Jahren kommt unter Umständen eine Bewährung in Betracht. |
Wegen der hohen Mindeststrafe lohnt sich bei diesem Vorwurf die frühe Beratung durch einen Strafverteidiger in Bochum, etwa einen Fachanwalt für Strafrecht. Frühzeitig lässt sich klären, ob der Vorwurf zu mildern ist, etwa wegen eines minder schweren Falls. Verwandte Vorwürfe sind Raub und Hehlerei.
Bei einer dauerhaft genutzten Privatwohnung Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Eine Geldstrafe ist im Regelfall nicht vorgesehen.
Ja. Auch wer in die Wohnung einbrechen wollte, aber nichts stehlen konnte, kann bestraft werden. Die Strafe kann gemildert werden.
Bei Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren ist eine Aussetzung zur Bewährung möglich, wenn eine positive Sozialprognose vorliegt.
Wenn die Wohnung als Lebensmittelpunkt dient. Ferienwohnungen, Geschäftsräume oder leerstehende Wohnungen werden anders beurteilt.
Beim Wohnungseinbruchdiebstahl dringt der Täter gewaltsam in eine Wohnung ein. Dafür sind die Strafen deutlich höher als beim einfachen Diebstahl.
Nicht allein. Ein Treffer zeigt eine Spur am Tatort, aber nicht, wann und wie sie dorthin kam. Es kommt auf das Gesamtbild an.
Bei Fluchtgefahr oder dringendem Tatverdacht in einer schweren Tat ist sie möglich. Ein Verteidiger kann Alternativen anregen.
Sie müssen einer Vorladung der Polizei als Beschuldigter nicht folgen. Melden Sie sich zuerst bei einem Verteidiger und sagen Sie nichts zur Sache.
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Sie brauchen einen Rechtsanwalt für Strafrecht in Bochum? Unsere Kanzlei arbeitet ausschließlich im Strafrecht und ist bundesweit tätig, beide Anwälte sind Fachanwälte für Strafrecht. Wir verteidigen Beschuldigte bei Vorwürfen des Wohnungseinbruchdiebstahls, prüfen Spuren und Beweise und kämpfen um milde Strafrahmen und Bewährung. Mehr zu unserer Arbeit finden Sie auf der Seite Strafverteidiger in Bochum. Mandanten vertreten wir auch in Dortmund, Essen und im übrigen Ruhrgebiet.
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